Business Insider

Bericht: „Trump wird von Russland erpresst“

Das US-Nachrichtenportal „BuzzFeed“ veröffentlichte am Mittwoch einen Bericht, in dem die Behauptung aufgestellt wird, Russland hätte kompromittierende Informationen über den designierten US-Präsidenten, Donald Trump. Dabei soll es sich sowohl um Informationen mit finanziellem, als auch persönlichem Hintergrund handeln. „BuzzFeed“ bezieht sich dabei auf den Bericht eines ehemaligen britischen Geheimdienstmitarbeiters, der jetzt als privater Berater arbeiten soll.

Der Bericht ist nicht verifizert, die Quellen sind nicht klar gekennzeichnet und einige Informationen sind bereits widerlegt. Trotzdem halten US-Geheimdienste einige der Behauptungen für überzeugend genug, um der Sache nachzugehen. Der Name des britischen Ex-Agenten liegt US-Medien vor, wurde aber nicht genannt. „CNN“ und die „New York Times“ beriefen sich in ihren Berichten auf zwei anonyme US-Regierungsquellen.

Wie der Journalist Carl Bernstein — bekannt durch die Enthüllung der Watergate-Affäre — schreibt, halten die US-Geheimdienste den britischen Ex-Agenten für glaubwürdig.

Trump PutinDonald Trump und Wladimir Putin.Spencer Platt/Chris Jackson/Getty Images

 

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Berichte zurückgewiesen, dass russische Spione Informationen gesammelt haben sollen. Der Republikaner bezeichnete die Informationen in der Nacht zum Mittwoch auf dem Kurznachrichtendienst Twitter als „Fake News“, also Falschinformationen, und sprach von einer „politischen Hexenjagd“. Bei Trumps Team war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Trotzdem haben zwei Chefs der US-Geheimdienste laut Insidern Trump in der vergangenen Woche darüber in Kenntnis gesetzt, dass Moskau belastendes Material in den Händen halte. Auch der amtierende Präsident, Barack Obama, sei über die Ermittlungen informiert.

„Kompromittierende persönliche und finanzielle Informationen“

Die Anschuldigungen seien Teil eines Geheimdienstberichts, sagten die Insider. Das FBI untersuche derzeit die Glaubwürdigkeit des Materials, das vor allem auf Informationen aus russischen Quellen basiere. Die US-Bundespolizei lehnte einen Kommentar dazu ab. Zuerst hatte der Sender „CNN“ darüber berichtet.

In dem von „Buzzfeed“ veröffentlichten Bericht heißt es, Russland hätte Trump bereits seit Jahren bespitzelt, um „ihn zu beeinflussen“. So hätte Russland „kompromittierende persönliche und finanzielle Informationen“ über seine „persönlichen Obsessionen und sexuelle Perversion“ gesammelt. Dabei ginge es unter anderem um ein Sexvideo mit Prostituierten in einem Moskauer Hotel. Diese sollten von Trump bezahlt worden sein, in ein Hotelbett zu urinieren, in dem Barack und Michelle Obama zuvor schliefen.

Ausserdem gibt der Bericht an, Trumps Team hätte sich bereits im Wahlkampf mit russischen Beamten getroffen, beziehungsweise kommuniziert. Diese Angaben stimmen mit einem Bericht des „Guardian“ überein, nach dem das FBI bereits im vergangenen Jahr richterliche Genehmigung beantragte, um vier Mitarbeiter Trumps wegen „irregulärer Kontakte“ mit russischen Beamten zu überwachen. Der republikanische Senator und Präsidentschaftskandidat von 2008, John McCain, habe den Bericht bereits am 9. Dezember 2016 an das FBI übergeben, heißt es in diversen Medienberichten.

Ein zweiseitiger Bericht von Geheimdienstkoordinator James Clapper, FBI-Direktor James Comey, CIA-Direktor John Brennan und NSA-Direktor Admiral Mike Rogers, datiert auf den 20. Juni 2016, liegt dem US-Präsidenten Obama sowie der „Gang of Eight“, die vier Kongress-Vorsitzenden sowie den Vorsitzenden der Geheimdienst-Komitees des Repräsentantenhauses und des Senats, vor. Wie „Bild“ schreibt, sei dies ein „weiteres Indiz dafür, wie heikel die darin enthaltenen Informationen sein müssen.“

Die Enthüllungen schlagen nun, neun Tage vor dem Amtsantritt Trumps, hohe Wellen. Vieles ist unklar, und die Berichte sind mit äußerster Vorsicht zu genießen.

Trump will am Mittwoch um elf Uhr Ortzeit (17 Uhr deutsche Zeit) seine erste Pressekonferenz seit seinem Wahlsieg Anfang November geben.

(Mit Material von Reuters)


http://www.businessinsider.de/trump-berichte-ueber-belastendes-material-sind-falsch-5268307

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