Business Insider

„Sie greifen uns an“: Tumult bei Trumps erster Pressekonferenz nach der Wahl

trumpthumbsGetty

Mit einiger Verspätung begann Donald Trump seine mit großer Spannung erwartete Pressekonferenz. Noch nie zuvor hat ein designierter US-Präsident nach der Wahl so lange gewartet, bevor er sich den Fragen der Medien gestellt hat.

Trump ging innerhalb kürzester Zeit auf sehr viele Themen ein, teilweise schnitt er sie jedoch nur an und blieb insgesamt vage.

Für Aufregung sorgte ein anderer Moment: Es entstand kurzzeitig ein Tumult unter den anwesenden Journalisten, als Trump einen Reporter nicht zu Wort kommen ließ. „Sie greifen uns an, also lassen Sie mich eine Frage stellen“, echauffierte sich der Mann. Doch Trump wimmelte ihn ab.

Bereits zu Beginn der Pressekonferenz äußerte sich Trump zu den nicht nachgewiesenen Vorwürfen, die angeblich von russischen Geheimdiensten stammen sollen. Mit Informationen über sein Privatleben und geschäftlichen Beziehungen nach Russland sollen russische Dienste versucht haben, Trump erpressbar zu machen.

Er kritisierte die zwei US-Medien, die diese „Fake News“, wie Trump sie nannte, veröffentlicht hatten. Er habe Respekt vor der Pressefreiheit. Er dankte denjenigen Medien, die mit den Informationen vorsichtig umgegangen seien. Zuvor hatte er die US-Medien insgesamt als „unehrlich“ bezeichnet. Einige Medien hätten es auf seiner Liste sogar noch weiter nach oben geschafft, sagte Trump mit offensichtlichem Spott. 

Auf viele Themen ging Trump nur sehr kurz ein

Knapp sprach er auch die wirtschaftspolitischen Erfolge an, die seine Administration schon jetzt zu verbuchen habe, etwa in der Automobilbranche. Er sei der „größte Produzent von Jobs, den Gott geschaffen habe“, sagt er selbstbewusst. Es sei eine „Bewegung, die die Welt noch nicht gesehen hat“.

Hinter den Hackerangriffen, die es während des US-Wahlkampfs gegeben hatte, steckt die russische Regierung, so Trumps Meinung. „Ich glaube, es war Russland“, sagte Trump auf Nachfrage eines Journalisten. Allerdings würden viele andere Staaten in US-Systeme eindringen. Zudem kritisiert er die Demokraten für ihre nachlässige Computersicherheit. Bislang hatte Trump eine russische Verantwortung angezweifelt.

Das Thema, das mit besonderer Spannung erwartet worden war, sprach Trump erst zuletzt an: Die Frage, was aus seinem Firmenimperium wird, wenn er Präsident der Vereinigten Staaten ist. Er werde seine beiden Söhne Eric und Donald Jr. seine Firmgeschäfte überlassen, so Trump. „Ich mache das, obwohl ich es eigentlich nicht müsste.“ 

„Mexico wird irgendwann bezahlen“

Als nach Details zur Zukunft seines Firmenimperiums gefragt wurde, übergab Trump das Wort an seine Anwältin Sheri Dillon. Sie sagte, die Amerikaner könnten sicher sein, dass Trump als Präsident eine Kollision mit seinen Interessen als Immobilienunternehmer vermeiden werde. Die Marke „Trump“ solle allerdings erhalten bleiben.

Um kurz nach 18 Uhr stellte sich Trump noch einmal für weitere Fragen zur Verfügung. Eine davon lautete: „Wie wollen Sie Mexiko dazu kriegen, eine Mauer zu bauen?“. “Wir werden die Mauer bauen. Die Gespräche mit Mexiko werden bald beginnen, aber ich will kein Jahr warten“, lautet Trumps Antwort. Der Bau solle gleich nach der Amtseinführung beginnen. Außerdem werde Mexiko irgendwann dafür bezahlen.

 


http://www.businessinsider.de/sie-greifen-uns-an-tumult-bei-trumps-erster-pressekonferenz-nach-der-wahl-2017-1

Create New Template


Create New Template


Subscribe Mailing List

By subscribing You will recieve our latest news. Your information will not be shared with anyone.